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Empfohlener Beitrag

Heute woll'n wir Kekse backen

Also, wir wollten Kekse backen, ganz spontan und ohne dass ich dafür großartig etwas eingekauft hätte. Mehl hatte ich da, Salz hatte ich ...

Freitag, 1. Januar 2010

Neujahrswünsche

Für das Jahr 2010 wünsche ich allen das Beste!


Mögen die Wünsche in Erfüllung gehen, die man


schon seit längerem in seinem Herzen trägt und


möge das Jahr insgesamt nur


Gesundheit, Wohlergehen und Erfüllung bringen!





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Donnerstag, 31. Dezember 2009

Ich wünsche...

... allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Hoffentlich verbringt jeder den Abend so, wie er es gerne möchte, die einen gehen wenigstens einmal im Jahr schon um 21 Uhr ins Bett, die anderen feiern exzessiv bis zum nächsten Morgen - jeder ganz nach seinem Geschmack!

Wir werden es uns zuhause familiär gemütlich machen, dann kann nach Belieben auch schon 20 Minuten nach Mitternacht ins neue Jahr reinschlafen... Share

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern

Es war entsetzlich kalt; es schneite, und der Abend dunkelte bereits; es war der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in dieser Finsternis ging auf der Straße ein kleines armes Mädchen mit bloßem Kopfe und nackten Füßen. Es hatte wohl freilich Pantoffel angehabt, als es von Hause fortging, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Pantoffeln, sie waren früher von seiner Mutter gebraucht worden, so groß waren sie, und diese hatte die Kleine verloren, als sie über die Straße eilte, während zwei Wagen in rasender Eile vorüberjagten; der eine Pantoffel war nicht wiederaufzufinden und mit dem anderen machte sich ein Knabe aus dem Staube, welcher versprach, ihn als Wiege zu benutzen, wenn er einmal Kinder bekäme. 


 Da ging nun das kleine Mädchen auf den nackten zierlichen Füßchen, die vor Kälte ganz rot und blau waren. In ihrer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer und ein Bund hielt sie in der Hand. Während des ganzen Tages hatte ihr niemand etwas abgekauft, niemand ein Almosen gereicht. Hungrig und frostig schleppte sich die arme Kleine weiter und sah schon ganz verzagt und eingeschüchtert aus. Die Schneeflocken fielen auf ihr langes blondes Haar, das schön gelockt über ihren Nacken hinabfloss, aber bei diesem Schmucke weilten ihre Gedanken wahrlich nicht. Aus allen Fenstern strahlte heller Lichterglanz und über alle Straßen verbreitete sich der Geruch von köstlichem Gänsebraten. Es war ja Silvesterabend, und dieser Gedanke erfüllte alle Sinne des kleinen Mädchens.


In einem Winkel zwischen zwei Häusern, von denen das eine etwas weiter in die Straße vorsprang als das andere, kauerte es sich nieder. Seine kleinen Beinchen hatte es unter sich gezogen, aber es fror nur noch mehr und wagte es trotzdem nicht, nach Hause zu gehen, da es noch kein Schächtelchen mit Streichhölzern verkauft, noch keinen Heller erhalten hatte. Es hätte gewiss vom Vater Schläge bekommen, und kalt war es zu Hause ja auch; sie hatten das bloße Dach gerade über sich, und der Wind pfiff schneidend hinein, obgleich Stroh und Lumpen in die größten Ritzen gestopft waren. Ach, wie gut musste ein Schwefelhölzchen tun! Wenn es nur wagen dürfte, eins aus dem Schächtelchen herauszunehmen, es gegen die Wand zu streichen und die Finger daran zu wärmen! 


Endlich zog das Kind eins heraus. Ritsch! wie sprühte es, wie brannte es. Das Schwefelholz strahlte eine warme helle Flamme aus, wie ein kleines Licht, als es das Händchen um dasselbe hielt. Es war ein merkwürdiges Licht; es kam dem kleinen Mädchen vor, als säße es vor einem großen eisernen Ofen mit Messingbeschlägen und Messingverzierungen; das Feuer brannte so schön und wärmte so wohltuend! Die Kleine streckte schon die Füße aus, um auch diese zu wärmen - da erlosch die Flamme. Der Ofen verschwand - sie saß mit einem Stümpfchen des ausgebrannten Schwefelholzes in der Hand da.
Ein neues wurde angestrichen, es brannte, es leuchtete, und an der Stelle der Mauer, auf welche der Schein fiel, wurde sie durchsichtig wie ein Flor. Die Kleine sah gerade in die Stube hinein, wo der Tisch mit einem blendend weißen Tischtuch und feinem Porzellan gedeckt stand, und köstlich dampfte die mit Pflaumen und Äpfeln gefüllte, gebratene Gans darauf. Und was noch herrlicher war, die Gans sprang aus der Schüssel und watschelte mit Gabel und Messer im Rücken über den Fußboden hin; gerade die Richtung auf das arme Mädchen schlug sie ein. Da erlosch das Schwefelholz, und nur die dicke kalte Mauer war zu sehen.


Sie zündete ein neues an. Da saß die Kleine unter dem herrlichsten Weihnachtsbaum; er war noch größer und weit reicher ausgeputzt als der, den sie am Heiligabend bei dem reichen Kaufmann durch die Glastür gesehen hatte. Tausende von Lichtern brannten auf den grünen Zweigen, und bunte Bilder, wie die, welche in den Ladenfenstern ausgestellt werden, schauten auf sie hernieder, die Kleine streckte beide Hände nach ihnen in die Höhe - da erlosch das Schwefelholz. Die vielen Weihnachtslichter stiegen höher und höher, und sie sah jetzt erst, dass es die hellen Sterne waren. Einer von ihnen fiel herab und zog einen langen Feuerstreifen über den Himmel.


"Jetzt stirbt jemand!" sagte die Kleine, denn die alte Großmutter, die sie allein freundlich behandelt hatte, jetzt aber längst tot war, hatte gesagt: "Wenn ein Stern fällt, steigt eine Seele zu Gott empor!" 


Sie strich wieder ein Schwefelholz gegen die Mauer; es warf einen weiten Lichtschein ringsumher, und im Glanze desselben stand die alte Großmutter hell beleuchtet mild und freundlich da. "Großmutter!" rief die Kleine, "oh, nimm mich mit dir! Ich weiß, dass du verschwindest, sobald das Schwefelholz ausgeht, verschwindest, wie der warme Kachelofen, der köstliche Gänsebraten und der große flimmernde Weihnachtsbaum!" Schnell strich sie den ganzen Rest der Schwefelhölzer an, die sich noch im Schächtelchen befanden, sie wollte die Großmutter festhalten; und die Schwefelhölzer verbreiteten einen solchen Glanz, dass es heller war als am lichten Tag. So schön, so groß war die Großmutter nie gewesen; sie nahm das kleine Mädchen auf ihren Arm, und hoch schwebten sie empor in Glanz und Freude; Kälte, Hunger und Angst wichen von ihm - sie war bei Gott.


Aber im Winkel am Hause saß in der kalten Morgenstunde das kleine Mädchen mit roten Wangen, mit Lächeln um den Mund - tot, erfroren am letzten Tage des alten Jahres. Der Morgen des neuen Jahres ging über der kleinen Leiche auf, die mit den Schwefelhölzern, wovon fast ein Schächtelchen verbrannt war, dasaß. "Sie hat sich wärmen wollen!" sagte man. Niemand wusste, was sie schönes gesehen hatte, in welchem Glanze sie mit der alten Großmutter zur Neujahrsfreude eingegangen war.


Hans Christian Andersen (1805-1875) Share

Montag, 28. Dezember 2009

Nachweihnachtsgeschäft

Heute war ich - wie viele andere auch - nach dreieinhalb Tagen des Konsumentzugs endlich mal wieder in der City. Zwar nicht zum Shoppen, aber zum Gucken. Und ich habe gestaunt: Menschenmassen, viel mehr als noch vor Weihnachten, zwängten sich durch die Haupteinkaufsstraßen. Restaurants, die wir in Erwägung zogen um dort einen Lunch zu uns zu nehmen, waren überfüllt. Die Läden: voll!

Überall wurde schon fleißig damit begonnen, die Weihnachtsdekoration abzunehmen, obwohl doch die Weihnachtszeit offiziell bis zum 6. Januar dauert. Bin gespannt, wann man die erste Osterdekoration zu sehen bekommt! Share

Freitag, 25. Dezember 2009

Internationale Weihnachtsgrüße

Afrikander - "Een Plesierige Kerfees!" * Arabic - "I'd Miilad Said Oua Sana Saida!" *  
Argentine - "Felices Pasquas Y felices ano Nuevo!" *
Armenian - "Shenoraavor Nor Dari yev Pari Gaghand!" *
Basque - "Eguberri on!" * 
Bohemian - "Vesele Vanoce!" *
Breton - "Nedeleg laouen na bloavezh mat!"
Bulgarian - "Tchestita Koleda; Tchestito Rojdestvo Hristovo!" * Chinese - [Mandarin] - "Kung His Hsin Nien bing Chu Shen Tan!" *
Chinese - [Catonese] - "Saint Dan Fai Lok!" *
Cornish - "Nadelik looan na looan blethen noweth!" *
Croatian - "Sretan Bozic i Nova Godina!" *
Czech - "Prejeme Vam Vesele Vanoce a stastny Novy Rok!" *
Danish - "Glaedelig Jul!" *
Dutch - "Vrolijk Kerstfeest en een Gelukkig Nieuwjaar!" *
Inupiaq Eskimo (Kotzebue area in NW Alaska)- Quvianagli  Anaiyyuniqpaliqsi suli Nakuuluni Ukiutqiutiqsi!" *
English - "Merry Christmas!" *
Estonian - "Haid joule ja head uut aastat!" *
Farsi - "Cristmas-e-shoma mobarak bashad!" *
Filipino - "Maligayang Pasko at Manigong Bagong Taon!" *
Finnish - "Hyvaa joulua ja Onnellista Uutta Vuotta!" *
French - "Joyeux Noel!" *
German - "Froehliche Weihnachten!" *
Greek - "Kala Christouyenna!" *
Hawaiian - "Mele Kalikimaka!" *
Hebrew - "Mo'adim Lesimkha. Chena tova!" *
Hindi - "Shub Naya Baras!" *
Hungarian - "Kellemes Karacsonyi unnepeket!" *
Icelandic - "Gledileg Jol!" *
Indonesian - "Selamat Hari Natal!" *
Iraqi - "Idah Saidan Wa Sanah Jadidah!" *
Irish - "Nollaig Shona Dhuit!" *
Italian - "Buone Feste Natalizie!" *
Japanese - "Shinnen omedeto, kurisumasu omedeto! *
Korean - "Sung Tan Chuk Ha!" *
Latvian - "Prieci'gus Ziemsve'tkus un Laimi'gu Jauno Gadu!" *
Lithuanian - "Linksmu Kaledu!" *
Navajo - "Merry Keshmish!" *
Norwegian - "God Jul!" *
Pennsylvania German - "En frehlicher Grischtdaag un en hallich Nei Yaahr!" *
Polish - "Wesolych Swiat Bozego Narodzenia!" *
Portuguese - "Feliz Natal! Boas Festas!" *
Romanian - "Craciun Fericit! La Multi Ani!" *
Russian - "Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva s Novim Godom!" *
Serbian - "Hristos se rodi!" *
Slovakian - "Sretan Bozic! Vesele vianoce!" *
Samoan - "La Maunia Le Kilisimasi Ma Le Tausaga Fou!" *
Scots Gaelic - "Nollaig chridheil huibh!" *
Serb-Croatian - "Sretam Bozic! Vesela Nova Godina!" *
Slovak - "Vesele Vianoce! A stastlivy Novy Rok!" *
Slovene - "Vesele Bozicne! Screcno Novo Leto!" *
Spanish - "Feliz Navidad!" *
Swedish - "God Jul och Gott Nytt Ar!" *
Tahitian -Merry Chrismas :" Ia orana te Noera! Ia orana i te mata iti api!" *
Thai - "Sawadee Pee Mai!" *
Turkish - "Noeliniz Ve Yeni Yiliniz Kutlu Olsun!" *
Ukrainian - "Z Rizdvom Khrystovym i Novym Rokom !" *
Vietnamese - "Chuc Mung Giang Sinh!" *
Welsh - "Nadolig Llawen!" *
Yugoslavian - "Cestitamo Bozic!" * Share

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Jetzt bleibt nur noch der Griff zum Gutschein!

Wer es heute nicht mehr geschafft hat und morgen auch nicht dazu kommt, noch ein passendes Geschenk zu organisieren, dem bleibt dann wirklich nur noch der Klassiker für solche Situationen: der Gutschein. Entweder man bastelt schön selber welche und verschenkt all die unbezahlbaren Dienstleistungen wie "Kehrwoche übernehmen", "Wohnung putzen" oder "Auto waschen" oder man nimmt eben einen Warengutschein, bezahlt ihn, druckt ihn aus oder verschenkt ihn per E-Mail.

Das kann man wahrlich bis zur letzten Minute noch bei amazon.de - vorausgesetzt der Drucker funktioniert, der E-Mail-Account ist in Ordnung und der Internetzugang macht auch keine Sperenzchen. Share

Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben
Bunte Lichter, Silberzier,
Kind und Krippe, Schaf und Stier,
Zottelbär und Panthertier
möchte ich gerne haben.


Doch du weißt ja uns’ren Wunsch,
kennst ja unsre Herzen
Kinder, Vater und Mama,
auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen. Share

Dienstag, 22. Dezember 2009

Christkindl-Ahnung im Advent von Ludwig Thoma

Erleben eigentlich Stadtkinder Weihnachtsfreuden? Erlebt man sie heute noch? Ich will es allen wünschen, aber ich kann es nicht glauben, dass das Fest in der Stadt mit ihren Straßen und engen Gassen das sein kann, was es uns Kindern im Walde gewesen ist.


Der erste Schnee erregte schon liebliche Ahnungen, die bald verstärkt wurden, wenn es im Haus nach Pfeffernüssen, Makronen und Kaffeekuchen zu riechen begann, wenn am langen Tische der Herr Oberförster und seine Jäger mit den Marzipanmodeln ganz zahme, häusliche Dinge verrichteten, wenn an den langen Abenden sich das wohlige Gefühl der Zusammengehörigkeit auf dieser Insel, die Tag und Tag stiller wurde, verbreitete. In der Stadt kam das Christkind nur einmal, aber in der Riß wurde es schon Wochen vorher im Walde gesehen, bald kam der, bald jener Jagdgehilfe mit der Meldung herein, dass er es auf der Jachenauer Seite oder hinter Ochsensitzer habe fliegen sehen. In klaren Nächten mußte man bloß vor die Türe gehen, dann hörte man vom Walde herüber ein feines Klingeln und sah in den Büschen ein Licht aufblitzen. Da röteten sich die Backen vor Aufregung, und die Augen blitzten vor freudiger Erwartung.


Je näher aber der Heilige Abend kam desto näher kam auch das Christkind ans Haus, ein Licht huschte an den Fenstern des Schlafzimmers vorüber, und es klang wie von leise gerüttelten Schlittenschellen. Da setzten wir uns in den Betten auf und schauten sehnsüchtig ins Dunkel hinaus; die großen Kinder aber, die unten standen und auf eine Stange Lichter befestigt hatten, der Jagdgehilfe Bauer und sein Oberförster, freuten sich kaum weniger. Es gab natürlich in den kleinen Verhältnissen kein übermaß an Geschenken, aber was gegeben wurde, war mit aufmerksamer Beachtung eines Wunsches gewählt und erregte Freude. Als meine Mutter an einem Morgen nach der Bescherung ins Zimmer trat, wo der Christbaum stand, sah sie mich stolz mit meinem Säbel herumspazieren, aber ebenso frohbewegt schritt mein Vater im Hemde auf und ab und hatte den neuen Werderstutzen umgehängt, den ihm das Christkind gebracht hatte.


Wenn der Weg offen war, fuhren meine Eltern nach den Feiertagen auf kurze Zeit zu den Verwandten nach Ammergau. Ich mag an die fünf Jahre gewesen sein, als ich zum ersten Male mitkommen durfte, und wie der Schlitten die Höhe oberhalb Wallgau erreichte, von wo sich aus der Blick auf das Dorf öffnete, war ich außer mir vor Erstaunen über die vielen Häuser, die Dach an Dach nebeneinander standen. Für mich hatte es bis dahin bloß drei Häuser in der Welt gegeben.



Ludwig Thoma (1867-1921)

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