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Donnerstag, 3. Dezember 2015

Alle Jahre wieder - Weihnachten mit den Coopers

Jährlich kurz vor Weihnachten kommen die familienfreundlichen Produktionen in die Kinos, die für alle Altersklassen geeignet sein sollen. So auch der diesjährige Streifen aus USA "Alle Jahre wieder - Weihnachten mit den Coopers", eine Komödie mit Starbesetzung wie Diane Keaton als Charlotte und John Goodman als Sam Cooper.

Die Coopers sind eine amerikanische Familie, die sich zum einen aus den Eltern Charlotte und Sam zusammensetzt, deren Ehe mittlerweile ein wenig bröckelt, sowie deren erwachsenen Kindern Hank, arbeitsloser Kaufhausfotograf und Vater von zwei Jungen und einer Vierjährigen sowie dessen Schwester Eleanor, die kinderlose Singlefrau mit dem Wunsch, ihren Eltern endlich mal einen passablen Mann an ihrer Seite vorstellen zu können. Und sei es auch nur fürs Weihnachtsfest zuhause.

Die Bilder im Film sind amerikanisch weihnachtlich stimmungsvoll: viel Schnee, viele Lichter, viele Weihnachtsmänner
Foto: Suzanne Tenner/StudioCanal/dpa



Die Familie wird außerdem ergänzt durch Emma, die immer noch eifersüchtige Schwester von Charlotte und ebenfalls kinderlose Singlefrau, deren gemeinsamer Vater, der in seinem hohen Alter mit einer Kellnerin aus einem Diner flirtet und lieber Weihnachten dort verbringen würde, eine leicht demente Tante sowie einen gemütlichen großen Hund, der sich irgendwann mal im Laufe des Filmes als der Erzähler der ganzen Geschichte herauskristallisiert.

Mutter Charlotte möchte jedenfalls, dass dieses letzte Weihnachtsfest, bevor sie und ihr Mann Sam sich trennen, nochmal ein richtig schönes Familienfest wird, das allen in bester Erinnerung bleiben soll. Deswegen bemüht sie sich auch, möglichst alles perfekt zu gestalten, was natürlich nur bedingt gelingt - es ist ja eine Komödie.




Jedes der Familienmitglieder hat mit seinen eigenen Problemchen zu kämpfen, der eine weil er pubertiert, unter der Trennung seiner Eltern leidet und nicht weiß, wie er seine Angebetete anmachen könnte. Die andere, weil sie Zeit ihres Lebens mit Minderwertigkeitskomplexen gegenüber ihrer älteren Schwester zu kämpfen hat und dann dummerweise an Heiligabend auch noch beim Klauen von Modeschmuck erwischt wird.

Kurz gesagt, viele Personen einer Familie treffen zusammen, jede mit ihrem persönlichen Drama, das in den ersten zwei Dritteln des Filmes jeweils kurz angerissen wird und bei dem der Zuschauer zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringen darf. Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es eben dann doch, alle Familienmitglieder an einen Tisch zu bringen, bis dann ausgerechnet der Älteste im Bunde, der Vater von Charlotte und ihrer Schwester Emma, beim Festmahl zusammenklappt und per Notarzt ins Krankenhaus gebracht wird. Selbstverständlich kommt die ganze Familie hinterher und verlagert ihre Weihnachtsfeier in die Aufenthaltsräume bzw. Cafeteria des Hospitals, wo am Ende alles gut wird und Friede, Freude, Eierkuchen herrscht.

Soweit, so gut. Ich wusste, dass es eine amerikanische Komödie mit Weihnachten als Thema ist, ich hatte mir den Trailer angeschaut und mir war bewusst, dass es sich um leichte Unterhaltung handeln würde. Alles kein Problem.

Aber: Für mich waren die Handlungsstränge der einzelnen Personen teilweise ziemlich an den Haaren herbeigezogen, was ja noch verzeihbar wäre, wenn es irgendwie witzig daher käme. So war es aber leider nicht. Während der ganzen Spieldauer dieser Komödie konnte ich mir maximal drei- bis viermal einen leichten Lacher nicht verkneifen. Den Rest der Zeit saß ich da und überlegte mir, warum der Film als Komödie angekündigt wird, aber eigentlich eine Mischung aus Familienschnulze und Pseudopsychodrama ist, dabei noch ziemlich langatmig mit vorhersehbarer Handlung und flachen Dialogen inszeniert ist.

Mit der Erwartung einen lustigen, entspannenden Familienfilm zur Weihnachtszeit anzuschauen, bin ich in die Vorstellung gegangen, heraus kam ich mit der Erkenntnis, dass ich in diesen 90 Minuten sicherlich mehr Spaß auf dem Weihnachtsmarkt gehabt hätte.

Meiner Meinung nach ein Flop, den man sich getrost sparen kann. Übrigens ist meine fast 12-jährige Tochter mit mir einer Meinung, auch sie hat sich gelangweilt und gewundert, was an diesem Film eigentlich lustig sein sollte...

Alle Jahre Wieder - Weihnachten mit den Coopers
Originaltitel: Love, The Coopers (Komödie, USA 2015)
FSK ohne Altersbeschränkung

mit
Diane Keaton, Alan Arkin, John Goodman, Amanda Seyfried, Marisa Tomei, Olivia Wilde, Ed Helms, uva,

Regie: Jessie Nelson
Drehbuch: Steve Rogers
Produktion: Michael London, Janice Williams and Jessie Nelson


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Sabine von der Weihnachtsbloggerei