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Donnerstag, 19. November 2015

Grüne Weihnachten - Weihnachtsbloggerei 2015 #4

Ihr kennt das, oder!? In der Vorweihnachtszeit wird gebastelt, dekoriert, verpackt und verschnürt, was das Zeug hält. Meistens kauft man im Vorfeld Unmengen an Geschenkpapier, jede Menge Geschenkbänder, vielleicht noch irgendwelches Glitzerdekozeug, was die Geschenke besonders dekorativ aussehen lassen soll. Ihr habt nicht nur Unmengen Geld investiert, sondern auch jede Menge Zeit, in der euch keiner ansprechen oder gar beim Geschenke verpacken beobachten durfte. Und dann, während der Bescherung, stürzt sich jeder nur auf seine Päckchen, die so liebevoll und zeitintensiv von euch eingepackt wurden, reißt das Geschenkpapier runter und wirft es irgendwohin ins Eck, um sich dann über den Inhalt zu freuen oder zumindest so zu tun.



So manches Mal habe ich mich innerlich dann schon etwas geärgert, dass meine kunstvolle Verpackung und das wunderschöne Papier nicht gewürdigt wurde und der Glanz der eigenen Vorfreude in Sekundenschnelle verblasst war. Und nicht nur einmal tat es mir leid, dass das schöne Papier und die festlichen Schleifen ein viel zu kurzes Leben hatten. Beides diente eigentlich nur dazu, das Geschenk vor den Augen des Beschenkten zu verbergen und danach war das Zeug Müll. Ja, richtig: MÜLL. Wertlos, nutzlos und ein Fall für die Entsorgung.


Doch es geht auch anders. Wie wir in der Weihnachtszeit nicht nur alternative Verpackungen verwenden, sondern auch anders planen können, was die Geschenke und die Lebensmitteleinkäufe betrifft, das zeigt uns heute Maria vom Blog widerstand ist zweckmäßig, auf dem sie über grünes Leben, Müllvermeidung, Plastikreduktion, DIY und gesunde Ernährung bloggt.

Gastbeitrag für Die Weihnachtsbloggerei von widerstand ist zweckmäßig


Text und Fotos: © Copyright Maria von widerstand ist zweckmäßig

Grüne Weihnachten


Advent, die stressigste Zeit des Jahres?


Leider ist das Besinnliche der angeblich schönsten Zeit am Ende des Jahres der Hektik und dem Stress gewichen. Viele Menschen irren durch die Stadt und stöhnen darüber, dass es so schwierig ist, andere zu beschenken, da jeder bereits alles besitzt.

Trotzdem wird zu Weihnachten jedes Jahr noch mehr Geld auszugeben um Dinge zu kaufen, die scheinbar niemand braucht!

Das muss nicht so sein


Schon seit vielen Jahren mache ich da nicht mehr mit. Mein Blog heißt "widerstand ist zweckmäßig" - Nomen est omen - ich leiste Widerstand und will nicht Teil dieses weihnachtlichen Konsumrausches sein!

Ich will nichts kaufen, was andere nicht brauchen und was dann sowieso zu Müll wird. Diese ungeliebten Geschenke haben bei der Herstellung Ressourcen verbraucht, wurden teilweise unter fragwürdigen Bedingungen produziert, haben einen weiten Transportweg hinter sich und zusätzlich entsteht auch noch jede Menge Müll.

Geschenke aus der Küche


Immer mehr Menschen gestalten ihr Leben so, dass keine Zeit mehr für das Selbermachen, ja manchmal noch nicht einmal fürs Kochen, bleibt. Die Lebensmittel werden abgepackt und vorgekocht gekauft. Alles muss schnell gehen, viele Einkäufe werden aus Zeitmangel online im Internet bestellt.

Trotzdem werden gerade selbst gemachte Geschenke sehr geschätzt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Nachdem ich im Gegensatz zu vielen anderen gerne koche, bereite ich mich bereits im Laufe des Jahres auf Weihnachten vor. Das macht mir schon bei der Zubereitung Freude, weil ich während der Arbeit an jene denke, die ich gerne beschenken möchte und gleichzeitig habe ich in der Adventszeit keinen Stress.

Geschenke aus der Küche

Ob gebrannte Nüsse, Vanillekipferl, selbst gemacht Schokocreme, Kräutersalz oder Kuchen im Glas - mit einer Leckerei aus der Küche haben die meisten Menschen Freude. Alle Rezepte sind auf meinem Blog im Index "selbst.gemacht" zu finden.

Zeit schenken


Eine andere Möglichkeit ist es, Zeit zu schenken. Nicht alles kann man in den Geschäften kaufen, aber Zeit für bzw. mit einem besonderen Menschen kann man verschenken.

Zeitgutschein
Das ist auch eine Möglichkeit, den Advent und die Vorweihnachtszeit stressreduziert zu erleben und dennoch für einen lieben Menschen ein besonderes Geschenk zu machen.

Aber Achtung - am besten schlägt man gleich 2-3 Termine vor, damit der Gutschein auch wirklich eingelöst wird.

Meiner Tochter werde ich auch dieses Jahr wieder einen Nachmittag schenken, an dem wir gemeinsam Kekse backen. Sie hat in ihrer Wohnung kein Backrohr und freut sich schon jetzt sehr darauf.

Gemeinsame Zeit zu schenken ist eine Möglichkeit zu sagen, ich verbringe gerne Zeit mit Dir, diese Zeit ist mir wertvoll. Zusätzlich zeigt das Geschenk, dass ich mir viele Gedanken gemacht haben und mit Liebe und von Herzen schenke.

Müllreduzierte Verpackung


Am meisten unnötiger Müll entsteht zu Weihnachten durch die Verpackung der Geschenke. Dabei gibt es wirklich viele Möglichkeiten, Geschenke liebevoll zu verpacken, ohne dass dabei Müll entsteht.

Müll ist bereits Müll

Auch Müll kann als kreatives Verpackungsmaterial dienen. Viele Geschenke kann man in alte Kalenderblätter, Zeitungspapier, Nudel-, Reis- oder Cornflakeskartons, einen passenden Schuhkarton, WC-Papierrollen (für Kleinigkeiten) oder eine Einkaufstüte aus Papier verpacken.

In Zeichnungen von unseren lieben Kleinen verpackt, hat das Geschenk eine sehr persönliche Note.

Das Geschenk ist die Verpackung

Ein Teil vom Geschenk kann auch als Verpackung dienen. Das kann zum Beispiel eine Einkaufstasche aus Stoff sein. Oder ein Handtuch, in dem ein Geschenk für das Bad eingepackt wird. Eine gute Idee ist auch ein Geschenk für die Küche in ein Geschirrtuch zu verpacken.

Gerade unförmige Geschenke lassen sich in Tücher besonders gut einwickeln - unter dem Seidentuch am Bild verbirgt sich zum Beispiel eine Keramikgießkanne.

Verpackungsalternativen

Upcycling – Verpackungen


Der Ärmel von einem alten Pullover oder einem alten Hemd, das mittlerweile Flecken hat oder kaputt ist, kann als Verpackung für eine Flasche selbst gemachten Sirup dienen.

Aber auch das Hosenbein einer am Knie bereits zerrissenen Kinderjeans gibt eine tolle Verpackungstasche ab. Dazu muss man gar keine Nähmaschine besitzen, einfach abschneiden, wenden, auf der Innenseite mit der Hand zunähen, umdrehen, befüllen und mit einem Band zubinden. Fertig ist die kreative Geschenkverpackung.

Lebensmittelmüll vermeiden


Aber nicht nur Geschenke werden gekauft, auch bei den Lebensmitteln wird zu den Festtagen häufig nicht gespart. Schließlich ist Weihnachten ja das größte Fest des Jahres.

Oft wird viel zu viel eingekauft, die Geschäfte sind ja ein paar Tage geschlossen. Eingeladen ist man auch noch, da gibt es dann zusätzlich noch leckere Weihnachtskekse zum Kaffee. Und wenn man dann endlich wieder zu Hause ist, mag man das geplante Abendessen gar nicht mehr.


Lebkuchen

Zu keiner Zeit des Jahres landen so viele Lebensmittel im Müll wie zu Weihnachten.

Aber das muss nicht so sein. Mit etwas Organisation und gutem Willen kann man das Essen gut planen, kauft ganz gezielt ein und berücksichtigt sowohl die Kekse am Nachmittag als auch den spontanen Besuch der Sprösslinge bei Freunden, wodurch das Abendessen ausfällt.

Schließlich hat fast jeder einen Tiefkühlschrank oder zumindest ein paar Trockenvorräten, aus denen man spontan doch noch etwas zaubern könnte.

Tipps für die Feiertage


  • einkaufen mit Einkaufszettel
  • keine Mengenlockangebote kaufen
  • Lebensmittel richtig lagen
  • gezielt Reste einplanen und diese zu neuen leckeren Gerichten verkochen
  • lange haltbare Alternative statt rasch verderblicher Lebensmitteln

Weiße grüne Weihnachten


Bleibt mir nur noch, eine stressfreie Adventzeit und ein schönes grünes Weihnachtsfest ohne Müllberge zu wünschen.

Ich hoffe sehr, dass wir bald Schnee bekommen, damit es ein weißes grünes Weihnachtsfest wird.
Maria

Winterlandschaft

Auch wenn ich persönlich es nicht immer schaffe, jeglichen Müll speziell zu Weihnachten zu vermeiden, versuche ich doch schon so oft wie möglich daran zu denken und Alternativen zu finden. Oft nahm ich einfach schon Zeitungspapier als Geschenkverpackung oder Packpapier, das durch ein rotes Band Farbtupfer bekommt. Oder die Idee, Küchenartikel in ein Geschirrtuch zu packen, habe ich auch schon oft angewendet. Genauso wie den Tipp, Geschenke aus der Küche zu machen. Das ließe sich so erweitern, dass man vermehrt Dinge schenkt, die verbraucht werden, einen Nutzen haben und letzlich nicht nur als Verlegenheitsstaubfänger im Regal landen.

Das funktioniert bei uns Erwachsenen meistens recht gut, problematisch wird es oft, wenn man kleinere Kinder hat, weil die eben ganz bestimmte Wünsche haben, die oft durch Kumpels, Werbung oder andere äußere Einflüsse genährt werden. Da war zumindest bei mir immer der große Knackpunkt und ich habe eben doch wieder zu verpackungs- und damit müllintensiven Geschenken gegriffen. Und manchmal natürlich auch zu Geschenken, die innerhalb von wenigen Tagen zu Müll wurden, weil sie einfach nicht das halten konnten, was man sich ursprünglich davon versprochen hatte.

Bald gibt es die nächste spannende Idee von unseren diesjährigen Gastbloggern. Ihr dürft also gerne immer wieder mal vorbei schauen oder am besten gleich die Verfolgung über die üblichen Verdächtigen aufnehmen: Facebook, twitter und Google+.

Dann viel Spaß damit und natürlich freuen wir uns alle über Kommentare und wenn ihr die Idee so gut findet, dass ihr sie gerne auf euren Kanälen teilt.


   
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Kommentare:

  1. Hallo Sabine!

    Vielen Dank für die Möglichkeit, hier bei der Weihnachtsbloggerei meine Gedanken weitergeben zu können.

    lg
    Maria

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  2. Hallo Maria - Danke für Deinen Beitrag zum Müll-Vermeiden an Weihnachten: Kleine Kinder freuen sich zwar sehr über Spielzeuge, aber ihnen ist es meistens egal, ob das Spielzeug neu ist oder gebraucht. Ich habe alle Schenkenden angehalten, den Kindern ausschließlich gebrauchtes zu erstehen, sei es vom Flohmarkt oder ersteigert von Ebay. Lg Martin

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    1. Hallo Martin!

      Das halte ich für eine sehr gute Idee!

      Was mir aufgefallen ist - am Gebrauchtmarkt bekommt man vor allem auch sehr hochwertiges Spielzeug aus Holz.

      Die Plastiksachen werden eh so schnell kaputt und werden weggeworfen. Holzspielzeug aber überlebt viele Jahre.

      Noch einmal ein Aspekt der Nachhaltigkeit.

      Sehr empfehlenswert "Matador" ein wirklich geniales Gegenstück zu Lego!

      lg
      Maria

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    2. Ich sag mal ganz groß ABER:
      Was macht man, wenn man großstädtisch aufwachsende Kids hat, die in der Schule eben von allen anderen mitbekommen, dass sie die neueste Barbie, Actionfigur oder sonstiges lautes Plastikzeug bekommen haben? Das Kind mit "veralteten" Spielsachen erfreuen? Das funktioniert meiner Meinung nach nicht, weil sie sich dann immer benachteiligt fühlen...
      Ich bin auch nicht dafür, jeden neuen Käse zu kaufen, aber in einem bestimmten Rahmen mache ich es eben doch - dem Kind zuliebe, damit es sich nicht total als Außenseiter fühlt.
      LG
      Sabine

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  3. Eine Fülle von Vorschlägen, wenn die Schenkerei denn schon sein muss ;-) Allerdings selbst gemachtes Essen und ZEIT, das sind kostbare Güter heutzutage und die machen bestimmt Freude.

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    1. Hallo Ingrid!

      Das sehe ich genau so! Danke, dass Du mir hier her gefolgt bist!

      lg
      Maria

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  4. Hallo Maria, und danke für Deinen Artikel hier - den finde ich gut und wichtig! Bei uns bekommt die Familie (Eltern, Geschwister) schon seit Jahren selbst Eingekochtes und Gebackenes - Marmeladen, Kuchen im Glas, Kräutersalz, Kräutertees. Das kann ich machen, weil wir einen Garten haben, dessen Früchte wir sowieso verwerten müssen. Da fülle ich gleich beim Marmelade kochen ein paar kleinere Gläser für Weihnachten ab. Wenn jemand keinen Garten hat oder nicht gern kocht, wird's schwierig. Deine Idee des Zeitgutscheines finde ich fein, und die Tipps, die Verpackung selbst als bleibendes Geschenk mitzudenken überhaupt grandios. Zum Thema Lego möchte ich das Lego aber schon ein bisschen verteidigen: Wir haben beides, und beides stammt zum allergrößten Teil noch aus meiner Kinderzeit und der von meinen Brüdern! Lego ist zwar aus Kunststoff (und ich weiß schon, dass du das nicht so gern magst wie Holz), aber die Kombinationsmöglichkeiten sind unendlich und es wird nie, nie, niemals fad. Und ist immer kombinierbar. Und auch gut weitergebbar, weil es immer zu allem anderen Lego passt, das ein Kind schon hat. Ist auch ein Aspekt der Nachhaltigkeit, finde ich, wenn es nicht veraltet. Liege Grüße, Gabi

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    1. Hallo Gabi!

      Ja mit Garten und der Liebe zum Kochen hat man es sicher einfacher. Aber auch die freie Natur hat ihre Geschenke, z.B. Holunderblüten für den sehr leckeren Holunderblütensirup sammeln wir auch einfach beim Spazierengehen.

      Damit kein Missverständnis aufkommt, ich finde die Legogrundbausteine auch sehr gut, meine Kinder hatten sie auch.

      Aber diese neuen Bausätze, mit denen man nur einmalig ein bestimmtes Ding baut, halte ich für problematisch. Ich habe beobachtet, dass mein Sohn das Teil schnell zusammen gebaut hat und dann war es um nichts mehr besser als andere Spielsachen. Es wurde ja nicht mehr zerlegt und kaum noch damit gespielt.

      lg
      Maria

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Vielen Dank für Deinen Beitrag - wir freuen uns, wenn Du bald wieder bei uns vorbei schaust!

Sabine von der Weihnachtsbloggerei