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Dienstag, 20. November 2012

Dominosteine selbstgemacht


Weihnachten ohne Dominosteine ist wie Ostern ohne Eier. Deswegen gehören auf jeden gut gefüllten Plätzchenteller auf jeden Fall diese schokoladenumhüllten Quader mit diesem fulminanten Innenleben.

Dominosteine mit unterschiedlichen Schokomäntelchen

Nicht alle finden die gekauften Dominosteine sehr lecker. Da hilft dann nur eines: selber machen! Mit genügend Zeit, Geduld und Muse kann das durchaus gelingen. Ich kenne da sogar eine Person, die im richtigen Leben eher als ungeduldig bezeichnet wird, aber beim Dominosteine basteln eine Geduld an den Tag legt wie ein japanischer Zen-Priester.



Also, dann fangen wir mal an...

Wir brauchen

200 g Honig
200 g Zucker
3 EL Butter
2 Eier
4 EL Rum 40%
500 g Mehl
200 g gemahlene Mandeln
2 EL Lebkuchengewürz
3 EL Kakao
2 knappe EL Hirschhornsalz
1 gehäufter TL Pottasche
250 g Gelee, wahlweise rot wie Johannisbeer oder Kirsche, aber auch Quitte, Orange oder Ingwer passt gut
200 g Marzipanrohmasse
150 g Puderzucker
800 g Kuvertüre, nach Geschmack halbbitter, Vollmilch oder weiß (ich bevorzuge Vollmilch)

außerdem viel Zeit und Geduld

Jetzt geht's los! Erst mal das süße, klebrige Zeug erwärmen, also Honig und Zucker mit Butter unter ständigem Rühren auf dem Herd erwärmen und aufpassen, dass nichts anbrennt. Wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, dann kann man diese klebrige Masse abkühlen lassen. Dann die Eier und den Rum hineingeben und verrühren. Wichtig ist hier, dass die Temperatur soweit abgekühlt ist, dass die Eier nicht gleich zu Omlett werden, wenn sie in die Zucker-Honig-Masse eingearbeitet werden.

Anschließend das Mehl locker flockig über die Masse rieseln lassen, am besten drüber sieben. Dann das Lebkuchengewürz, die Mandeln und den Kakao hinzufügen und gut vermengen, so dass keine Klümpchen mehr sichtbar sind.

Die Pottasche und das Hirschhornsalz - beides Triebmittel, damit aus dem gebackenen Teig später kein hartes Brett entsteht - werden mit 9 EL Wasser gut verrührt und anschließend in den Teig eingearbeitet.

Dann auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech den Teig gießen und möglichst gleichmäßig mit einer durchschnittlichen Stärke von ca. 1 cm auf dem Blech verteilen. Nicht vergessen den Ofen auf 180° C vorzuheizen!

Sobald der Backofen die richtige Temperatur erreicht hat schiebt man das Blech in den Ofen und lässt die Masse in ca. 20 - 25 Minuten hellbraun backen. Danach das Blech mit der Teigplatte rausnehmen und abkühlen lassen.

nackte Doministeine warten noch auf die wärmende Schokohülle

Anschließend suchen wir ein scharfes Messer und halbieren die Platte erstmal, damit man besser damit arbeiten kann. Jetzt wird es nervenaufreibend, weil jetzt sollten die Platten quer durchgeschnitten werden. Kennt man vom Bisquitboden und kann auch mal böse daneben gehen. Also Ruhe bewahren und konzentriert arbeiten!

Nun definieren wir, welche Platte unten sitzen soll, weil wir ja nachher so eine Art Doppelwhopper machen. Die untere Platte wird jetzt wie ein Marmeladenbrot ohne Butter geschmiert, also den ausgewählten Gelee schön gleichmäßig auftragen - nicht vergessen, wir haben zwei untere Platten, weil wir ja die Teigplatte anfangs erstmal halbiert haben. Nicht dass nach der ersten Hälfte das Geleeglas schon leer ist!

Ist das eine schöne Kleckserei mit der Kuvertüre!

Nun die Marzipanrohmasse mit dem Puderzucker verkneten. Kann man auch ans Kind delegieren, Kinder machen so etwas gerne, ist wie mit Plasteline spielen. Vorher Hände waschen nicht vergessen...

Wer mag, kann auch hier noch 1-2 EL Rum in die Marzipanrohmasse einarbeiten. Das Rumaroma schmeckt finde ich gut zu Weihnachtsgebäck und je nachdem ob Kinder mitnaschen oder nicht, kann man die Dominosteine entsprechend verfeinern.

Anschließend diese Marzipanmasse ziemlich hauchdünn ausrollen. Die Fläche sollte auf jeden Fall so groß sein, dass beide Lebkuchenplatten damit bedeckt werden können. Dazu Puderzucker auf die Arbeitsplatte streuen, damit das Marzipanzeug nicht gleich gnadenlos festklebt und dann schön rollen. Die Stärke sollte ungefähr so dick wie ein Messerrücken sein.

Dominosteine beim Trocknen und Abtropfen

Dann die Marzipanlage halbieren und mit Konzentration, Geduld und Präzision auf das "Marmeladenbrot" legen. Dann kommen die Deckel drauf, sprich die restlichen zwei Teigplatten. Alles schön mit der flachen Hand festdrücken, aber nicht zermatschen.

Nun die Dominosteine schnitzen. Am besten nehmen wir hier auch wieder ein sehr scharfes Messer und schneiden die Würfelchen mit einer Kantenlänge von ca. 2 cm. Die werden ja noch größer, wenn die Schokohülle drum herum sitzt. Wer mag, kann auch gerne 1,5 cm Kantenlänge schneiden, muss dann aber vorsorglich noch einen Kuvertürevorrat zuhause haben oder eine zuverlässige Nachbarin kennen, bei der man so etwas in Notfällen borgen kann.

Aus Platzgründen wurden die letzten Dominosteine gleich frisch in die Dose gegeben

Die Kuvertüre im Wasserbad bei geringer Hitze schmelzen lassen und wer mag, kann zur Geschmacksverfeinerung etwas Sahne und etwas Zimt hinzugeben. Anschließend entweder mit Pralinier-Besteck oder mit langzinkigen Steakgabeln die Würfel in die Schokomasse tauchen und dann auf ein mit Papier unterlegtes Kuchengitter zum Abtropfen und Trocknen legen.

Sobald die Kuvertüre getrocknet ist, darf man die fertigen Dominosteine in die Kiste legen und fest verschlossen bis zum 1. Advent verstecken...

Dann viel Spaß beim Nachbacken! Wer mag, darf mir gerne einen Link zum eigenen Dominostein-Blogpost unten ins Kommentarfeld setzen, das Netz lebt schließlich von der Vielfalt!

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Kommentare:

  1. Ui das wäre was für meinen Mann, denn Weihnachten ohne Dominosteine geht bei Ihm garnicht. ;) Muss ich mal ausprobieren dein Rezept und dann bin ich gespannt was er dazu sagt. :)

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    1. Probier es aus! Die sehen zwar very handmade aus, aber schmecken dafür um Klassen besser als gekaufte!

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Sabine von der Weihnachtsbloggerei